Deutscher Gewerkschaftsbund

30.11.2015

DGB Kreisverband Sigmaringen

DGB Kreisverband Sigmaringen

Der DGB Kreisverband Sigmaringen wurde am 27.03.2012 gegründet.

Kreisvorsitzender ist Rudolf Christian.

Hauptamtlicher Ansprechpartner beim DGB ist Moritz Stiepert: moritz.stiepert@dgb.de

 

Die Mitglieder

Rudolf Christian, IG Metall, Vorsitzender

Uli Springmann, GEW, stellv. Vorsitzender

Markus Wimmer, IG BCE, Mitglied

Susanne Fuchs, verdi, Frauenbeauftragte

Thomas Häusler, verdi, stellv. Mitglied

Winfried Köpfer, GEW, stellv. Mitglied

Joachim Malik, verdi, Mitglied

Jürgen Witt, verdi, stellv. Mitglied

Julius Reck, EVG, Mitglied

Arwed Weißschuh, GdP, stellv. Mitglied

 

Kontakt:   Rudolf Christian
                 Achbergstr. 25
                 72488 Sigmaringen
                 Tel: 07571-4987
                 Rudolf.Christian@kabelbw.de


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22.02.2018

Aktion Betriebsratswahlen 2018 in Sigmaringen

dgb

dgb

Termin: 10.03.2018, 09:00 - 12:00 Uhr

Ort: Karlsplatz, Sigmaringen

 

 

Am Samstag, 10.03.2018 wird der DGB-Kreisverband Sigmaringen mit einer Aktion auf die Betriebsratswahlen aufmerksam machen, die im Kernzeitraum von März bis Mai in den Betrieben der Region stattfinden werden.

Ziel ist es, auf kreative Weise die Bürgerinnen und Bürger auf die Bedeutung der betrieblichen Mitbestimmungsgremien aufmerksam zu machen und ins Gespräch zu kommen.

Veranstalter: DGB-Kreisverband Sigmaringen


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28.05.2019

Für ein solidarisches Europa

von Jürgen Witt
Saal Laiz

DGB

Kämpferische Reden zum Kampftag der Arbeiterbewegung im Laizer Bürgersaal – DGB-Landeschef Martin Kunzmann und DGB-Kreisvorsitzender Rudolf Christian setzen klare Akzente
Sigmaringen (jüw) Europa braucht mehr praktisch gelebte Solidarität – darüber waren sich Gewerkschafter und Versammelte einig. Sie fanden sich im Bürgersaal des Rathauses Laiz ein, um sich am Vorabend auf den wichtigsten Kampftag der Arbeiterbewegung, dem 1. Mai, einzustimmen.
Knapp vier Wochen vor der Neuwahl des Europäischen Parlaments brach Hauptredner Martin Kunzmann, Vorsitzender des DGB Baden-Württemberg, die Bresche für einen starken Zusammenhalt in Europa. In deutlichen Worten wendete er sich gegen jene Euroskeptiker, die gerade in der Altersgruppe der Beschäftigten zwischen 40 und 60 Jahren stärker vertreten sind, also das Kernklientel der Gewerkschaften abbilden. So gelte es, „die gemeinsamen, proeuropäischen Kräfte zu stärken“, wies Kunzmann auf die Errungenschaften und einen seit über 70 Jahren vorherrschenden Frieden hin, Werte, die verteidigt werden müssten.
Auch für Europa müsse die Devise „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ stehen. Die Vertretung der Arbeiterschaft plädiere für mehr Investitionen in soziale Verbesserungen, sie setze sich für höhere Mindestlöhne, mehr Mitspracherecht von Beschäftigten in Betrieb und Unternehmen ein und poche auf eine Stärkung der Tarifbindung. Dies alles schreiben die Gewerkschaften auf ihre Fahnen. Ein Europa, dass die Mauern gegen Flüchtlinge hochziehe, sei ein Armutszeugnis, sagte Kunzmann. „Und wir müssen unseren Abfall auch nicht nach Afrika schicken. Genauso wenig geht es an, dass in deutsche Bordelle entrechtete Frauen aus Bulgarien verschleppt“ würden, merkte der DGB-Chef an.
Ziel des gewerkschaftlichen Engagements für Europa sei es auch, den Rechten den Wind aus den Segeln zu nehmen und bewusst zu machen, dass die AfD mit ihrem völkisch-nationalen Flügel und ihren marktradikalen Forderungen in einem klaren diamentralen Widerspruch zu den Arbeiterrechten stünden.
Martin Kunzmann nutzte die Anwesenheit der beiden Landtagsabgeordneten Andrea Bogner-Unden (Grüne) und Klaus Burger (CDU), um ihnen seinen Standpunkt zur Aufwertung der Pflegeberufe zu erläutern. „Damit habe ich kein Problem, umso mehr aber Widerspruch äußerte er zut angedachten Zwangsmitgliedschaft. „Es muss eine Freiwilligkeit sein“, redete er den Landespolitikern ins Gewissen. Kritik übte er auch an der beabsichtigten Ausweitung der Stundenleistung in der Gastronomie. „Arbeitsverlängerung ist keine Lösung“, sprach sich der Landes-DGB-Vorsitzende für bessere Schutzgesetze und eine Stärkung in der Tarifauseinandersetzung aus. Ebenso nahm er in punkto Bundespolitik die „schwarze Null“ des Finanzministeriums aufs Korn. Des Weiteren ziele die Gewerkschaftskampagne auf bezahlbaren Wohnraum ab. „Es ist ein großer Fehler, zu glauben, dass der Markt alles richten wird“, sagte Kunzmann. Ebenso nahm er in punkto Bundespolitik die „schwarze Null“ des Finanzministeriums aufs Korn. Stattdessen müsse weiter in Fort- und Weiterbildung investiert werden. „Politische Bildung braucht man auch nach der Schule“, betonte Kunzmann. Prinzipiell fände er es gut, „wenn sich junge Menschen engagieren und uns wachrütteln!“
Darauf hob auch der Sigmaringer DGB-Kreisvorsitzende Rudolf Christian in seiner Begrüßungsansprache ab. Er schlug der in vorderster Reihe sitzenden Landrätin Stefanie Bürkle vor, die bekannte junge, schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg nach Sigmaringen einmal einzuladen. „Ihr Besuch wäre der absolute Hit!“ Der Kreis Sigmaringen würde beim Klimaschutz Flagge zeigen – frei nach dem Motto: „Wir sind hier, wir sind laut, weil man hier auf die Zukunft baut!“ Natürlich müssten dafür ein paar Euro in die Hand genommen werden, aber die Zukunft und die Sicherung der Arbeitsplätze sollten auch ein paar Euro wert sein. Er sei sich gewiss, „dass ein Besuch von Frau Thunberg einen größeren Werbeeffekt hätte, als ein Messestand in Stuttgart.“
Christian berichtete über die Gewerkschaftsaktivitäten zur Kommunalwahl in der Kreisstadt. Hierbei hätten die Bürger ihre Klagen auf eine Art Klagemauer geklebt, die inhaltlich sich neben dem Hallenbau auch vermehrt mit bezahlbarem Wohnraum auseinandersetzten. So begrüßte er die Initiative der SPD-Fraktion im Stadtrat, die dies thematisiere und sich mit der Stadtverwaltung und Vertretern der Wohnbaugesellschaft an einen Tisch setzen wolle. Weniger gelungen fände er, wenn dies im stillen Kämmerlein geschehe, so der Kreis-DGB-Vorsitzende.
Christian wendete sich gegen die Darstellung, Geflüchtete als Wirtschaftsflüchtlinge darzustellen. Schließlich sei ihnen seien durch die deutsche Niedriglohnpolitik die Lebensgrundlagen in ihrer Heimat entzogen würden. Er machte auch klar, dass es erst auf Druck der Gewerkschaften das Rentenniveau erhöht wurde. Und er unterstrich die Wichtigkeit von Betriebsräten.
Der Sigmaringer Kreis-DGB- Chef bekräftigte in seinem Beitrag, dass es für Nationalismus, Rassismus, für antisoziale und antidemokratische Positionen, wie sie die AfD auf geradezu widerliche Weise vertreten würde, keinen Platz in den Gewerkschaften gebe.
Für die musikalische Umrahmung sorgte einmal mehr in gemeinsam angestimmten Arbeiterliedern „Schorsch“ Sattler an der Klampfe.


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