Deutscher Gewerkschaftsbund

04.05.2016

DGB Kreisverband Tübingen

 

DGB Kreisverband Tübingen

Der DGB Kreisverband Tübingen wurde am 22.06.2012 gegründet.
Kreisvorsitzende ist Angela Hauser: angela.hauser@med.uni-tuebingen.de
Hauptamtliche Ansprechpartnerin beim DGB ist Anja Lüders: anja.lueders@dgb.de 

 

Die Mitglieder

Angela Hauser, verdi, Vorsitzende, Sprecherin
Tobias Kaphegyi, verdi, stellv. Vorsitzender, Sprecher
Gerhard Böhmler, verdi, stellv. Mitglied, Sprecher
Ismayil Arslan, IG Metall, Mitglied
Michael Biewald, NGG, Mitglied
Mathias Dewald, GEW, stellv. Mitglied
Ralf Jaster, IG Metall, stellv. Mitglied
Lothar Letsche, GEW, Mitglied
Robert Schneider, IG Bau, Mitglied
Michael Schwarz, GEW, stellv. Mitglied

 

 

Veranstaltungen/Termine

27.04.2017

Der Gewerkschaftliche Erste Mai in Tübingen 2017


 
„Wir sind viele: Wir sind Junge und Alte, Frauen und Männer, Migrantinnen und Migranten, Beschäftigte, Erwerbslose, Rentnerinnen und Rentner. Wir sind eins: Wir kämpfen für mehr soziale Gerechtigkeit und stehen für eine Gesellschaft, die die Würde der Menschen auch in der Arbeitswelt respektiert und schützt. Wir demonstrieren am 1. Mai für eine soziale, tolerante, demokratische und solidarische Gesellschaft in Deutschland […], in Europa“ und der Welt.
(Aus dem Aufruf des DGB-Bundesvorstands zu den diesjährigen Maikundgebungen. Zu finden hier:  http://bw.dgb.de/termine/++co++a4317ada-19fa-11e7-9710-525400e5a74a)

1.) Maifeier am Vorabend zum Tag der Arbeit in Hagelloch: Sonntag, den 30. April 2017 ab 19:30 Uhr vor dem Rathaus.

Die Ortsteilgemeinde Hagelloch lädt traditionell am Vorabend des ersten Mais zur Maifeier ein. Wie immer spricht dort nach einleitenden Worten des Ortsvorstehers Martin Lack eine/r unserer GewerkschaftskollegInnen. Dieses Jahr spricht dort Dr. Jörg Neuheiser vom Seminar für Neuere Geschichte der Eberhard Karls Universität Tübingen und Sprecher der gemeinsamen Hochschulgruppe von ver.di und GEW. Tobias Kaphegyi, Mitglied im Kreisvorstand des DGB meint: „Die Veranstaltung ist eine urig-sympathische und zugleich zukunftsweisende Hagellocher Tradition mit Maibaumaufstellen, aktueller Politik, Chorgesang, Blasmusik örtlicher Vereine und anschließendem geselligen Beisammensein. Herzlichen Dank an alle aktiven Hagellocherinnen und Hagellocher für diesen schönen alljährlichen Maiauftakt!“

2.) Der Gewerkschaftliche Erste Mai in Tübingen 2017

2.1) Allgemeine Facts zum Ablauf:
10 Uhr: Beginn der Liveübertragung im Freien Radio Wüste Welle (96,6 MHz). 10.30 Uhr: Demonstration ab Europaplatz zum Marktplatz. Mit der Tübinger Demo-Trommelgruppe. Unterwegs: Verschiedene Stationen mit „Radioballett“ zu politischen Themen in Kooperation zwischen DGB-KV und dem Freien Radio Wüste Welle. 11 Uhr: Begrüßung durch die Moderatorin Gerlinde Strasdeit (Mitglied des DGB-KV Tübingen, ehemalige Personalrätin am Universitätsklinikum). Grußwort von Betül Havva Yilmaz (Academics for Peace) zur aktuellen Situation in der Türkei. Hauptrede von Martin Groß, Landesbezirksleiter ver.di Baden-Württemberg. Musik mit der Band „Stormy Riders“ (Rock, Blues, Jazz). Dann weitere Redebeiträge von KollegInnen aus Tübinger Betrieben (siehe unten). Alle Redebeiträge werden auch von GebärdendolmetscherInnen für Gehörlose übersetzt. Im Anschluss an die Reden Musik mit den „Stormy Riders“ und Familien-Hocketse mit Hüpfburg und allerlei Kinderaktionen für die Kleinen an den Infoständen der verschiedenen Gruppen und Parteien.

2.2) Grußwort:
Wir freuen uns dieses Jahr besonders, dass wir für das Grußwort 2017 Betül Havva Yilmaz von den „Academics for Peace“ gewinnen konnten. Sie ist auch Gewerkschafterin und in der Türkei von einem Berufsverbot betroffen, weil sie einen Aufruf für Frieden und gegen Ausgangssperren unterschrieben hat. Die Entwicklungen in der Türkei spielen für viele unserer Kolleg*innen eine wichtige Rolle. Sie wird uns kurz über die aktuellsten Entwicklungen informieren und daran erinnern, wie wichtig die internationale Solidarität für die politisch Verfolgten weltweit ist.

2.3) Hauptrede:
Es ist sehr schön, dass es uns für den Ersten Mai  2017 gelungen ist den neuen Landesbezirksleiter von ver.di in Baden-Württemberg Martin Groß als erstes nach Tübingen zu holen. Der frühere ver.di-Bezirksgeschäftsführer in Fils-Neckar-Alb wird vor allem auf Ungleichheit und Armut eingehen, eine andere Steuerpolitik für einen handlungsfähigen Wohlfahrtsstaat fordern und eine andere Rentenpolitik gegen die anwachsende Altersarmut vorschlagen. Der Knackpunkt liegt in der Prekarisierung der Arbeitsverhältnisse. Wir brauchen mehr gute Arbeit. Das sind wichtige Grundlagen zur Sicherung der Demokratie gegen den massiven Rechtsruck in der Politik.  

2.3 Zur Situation in verschiedenen Tübinger Betrieben und zur Erwerbslosigkeit:
Auch dieses Jahr werden am ersten Mai wieder KollegInnen von vor Ort über die Situation in ihren Branchen und Betrieben sprechen:

a) Ismayil Arslan, Betriebsratsvorsitzender von Siemens in Kilchberg berichtet über die drohende Verlagerung von 337 der insgesamt 560 Arbeitsplätze nach Tschechien – trotz bester Gesamt-Konzernbilanz. Die Belegschaft hat am 15.02.2017 den Kampf gegen diese Verlagerung aufgenommen. Ismayil Arslan berichtet auch über die Unterstützungsmöglichkeiten für die Belegschaft und kritisiert die bisherige Passivität der Stadt und der meisten Gemeinderatsfraktionen. Aufgrund der Wichtigkeit dieser Entwicklungen für alle Metaller innerhalb des Bezirks Reutlingen-Tübingen wird dieser Redebeitrag auch auf die gewerkschaftliche Maikundgebung in Reutlingen übertragen.  

 

b) Über den Pflegenotstand in den baden-württembergischen Universitätsklinika informiert die Personalratsvorsitzende am Tübinger Universitätsklinikum und Vorsitzende des Tübinger DGB-Kreisverbands Angela Hauser. Durch den Personalmangel ist die Patientensicherheit gefährdet. Da der Staat seinen Verpflichtungen im Krankenhausbau nicht nachkommt, werden Neubauten mit Personalmitteln finanziert. Die Budgetierung der Mittel verschlimmert die finanzielle Lage der Kliniken. Angela Hauser sagt: „Die Unternehmensfreiheit endet, wo die Personal- und Patientengesundheit anfängt“!

c) Der Kampf der Unternehmensleitungen gegen das gesetzlich verankerte Mitbestimmungsrecht der Beschäftigten über Betriebsräte und gegen das grundgesetzlich garantierte Recht sich frei in Gewerkschaften organisieren zu können – das sogenannte „Union-Busting“ – erfreut sich wohl auch in Tübingen steigender Beliebtheit. Adriana Bellini, Betriebsrätin bei H&M Tübingen klärt auf über die Konflikte zwischen Betriebsleitung und Belegschaft über die auch schon in der lokalen Berichterstattung zu lesen war.

d) Auch Erwerbslose haben am gewerkschaftlichen ersten Mai in Tübingen traditionell eine Möglichkeit zu sprechen: Klaus Rahlf vom TAT (Tübinger Arbeitslosentreff) berichtet über die zunehmende Armut, die neuerdings wieder stärker geleugnet wird. Am Beispiel der Vesperkirche beobachtet er eine Zunahme der Menschen, die dieses Angebot wahrnehmen müssen. Durch eine unrealistische Betonung des Leistungsprinzips wird den Armen selbst die Verantwortung für ihre Armut zu gesprochen und es wird dadurch versucht Solidarität gesellschaftlich zurückzudrängen und Arme und Arbeitslose noch stärker zu beschämen.

2.4) Erste Mai-Demo als Auftakt des Wüste-Welle-Aktionsmonats gegen Rechts und für freie Kommunikation: „In was für einer Welt wollen wir leben?“

Aufgrund des stärker werdenden Rechtsrucks und der zunehmenden Verrohung in der Gesellschaft hat sich die Wüste Welle entschlossen einen Aktionsmonat gemeinsam mit BündnispartnerInnen im Wonnemonat Mai ins Leben zu rufen ( http://www.wueste-welle.de/projekt/view/id/222/.html ). Es geht den freien RadiomacherInnen dabei um einen Kampf gegen Rechts als auch um die Formulierung von positiven und solidarischen Gegenkonzepten. Deshalb hat sie als Auftaktveranstaltung den Gewerkschaftlichen Ersten Mai ausgewählt und die RadiomacherInnen bringen sich ein mit einer  Liveübertragung von der diesjährigen Gewerkschaftlichen Mai Demonstration und Kundgebung auf der Wüsten Welle (96,6) zwischen 10 und 14 Uhr. Zudem soll auf der Demonstration an verschiedenen Haltepunkten das Konzept des sogenannten „Radioballetts“ ausprobiert werden. Das bedeutet: Die Radiosendung soll über möglichst viele mitgebrachte Radioempfänger auf die Demonstration übertragen werden. Zu verschiedenen politischen Themen sollen die Demonstrierenden über das Radio in Aktion und Bewegung versetzt werden. Wir sind gespannt. Bitte bringt Ghettoblaster, Radios oder Euer Handy mit Radioempfang mit auf die Demo und stellt es laut!

 

Bei Nachfragen:
SprecherInnen des Tübinger DGB-Kreisverbands:
Angela Hauser, Tel.: 0173-3175927

Tobias Kaphegyi, Tel.: 0176-61043724

 


Nach oben

Vortrag zum Thema "Indirekte Steuerung"

DGB

DGB

Referent: Stephan Siemens
Dienstag, 14. Juni 2016
von 18.00 Uhr bis ca. 21.00 Uhr
im franzK Reutlingen
(Unter den Linden 23, 72762 Reutlingen)

 

Die Situation der Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben hat sich in den letzten Jahrzehnten sehr verändert. Wir übernehmen gemeinsam in den Teams unternehmerische Verantwortung und jede und jeder Einzelne muss tun, was wir beschlossen haben. Wir können und wollen unsere Kolleginnen und Kollegen doch nicht hängen lassen. Wir gemeinsam und jede und jeder Einzelne kommen in Situationen, die Zwickmühlen zu sein scheinen.

Die Führungskräfte entziehen sich offenbar ihrer Verantwortung. Wir verlängern von selbst unsere Arbeitszeit. Wir setzen uns – ohne es zu wollen – gegenseitig unter Druck. Wie ist diese Entwicklung zu verstehen? Gibt es eine gewerkschaftliche Antwort auf diese Probleme?

Einen Ansatzpunkt zum Verständnis bietet die Theorie der indirekten Steuerung. Die Betriebe passen sich durch Veränderungen in der Organisation der Arbeit den neuen produktiven Fähigkeiten der Kolleginnen und Kollegen an. Aus dieser Perspektive lassen sich diese Veränderungen der Arbeitsorganisation so verstehen, dass wir ihnen gewerkschaftlich begegnen können.

Diese Einladung geht an alle interessierten Kolleginnen und Kollegen.

 

Wir bitten aufgrund der organisatorischen Planung um eine verbindliche, schriftliche Rückmeldung mit dem beiliegenden Anmeldeformular bis zum Freitag, 10. Juni 2016 unter bz.fils-neckar-alb@verdi.de.

Kundgebung gegen CETA

DGB

DGB

Samstag, 14. Mai 2016
11 Uhr
Holzmarkt Tübingen