Deutscher Gewerkschaftsbund

15.01.2015

Auch Oberschwaben hat den Mindestlohn!

Mindestlohnveranstaltung Ravensburg

dgb/petry

Jetzt heißt es: Dran bleiben! Den Mindestlohn erläutern, Anspruchsberechtigte unterstützen, Kontrollen verbessern – zahlreiche Interessierte kamen auf Einladung des DGB-Kreisverbands Bodensee-Oberschwaben am 12.01.15 nach Ravensburg. 7 % der Vollzeitbeschäftigten im Kreis Ravensburg und 5,6 % im Bodenseekreis müssen bisher mit weniger als 8,50 € in der Stunde auskommen, und können deshalb vom gesetzlichen Mindestlohn profitieren, erläuterte die DGB-Kreisvorsitzende Lilo Rademacher in ihrer Einleitung. „Der Mindestlohn von 8,50 € kann aber nicht das Ende der Fahnenstange sein;“ fügte sie hinzu. In der Forderung nach möglichst schneller Erhöhung waren sich alle GewerkschaftsvertreterInnen einig. Sabine Hofmann-Stadtländer (Bezirksgeschäftsführerin ver.di Oberschwaben) unterstrich, wie wichtig derzeit die Information der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist, denn einige Arbeitgeber versuchen bereits, den Mindestlohn durch Anrechnung bisheriger Leistungen zu unterlaufen. In allen Bereichen „ohne Stechuhr“ sei es sehr wichtig, dass sich die ArbeitnehmerInnen aufschreiben, wie viele Stunden sie tatsächlich arbeiten, forderte Karin Brugger (NGG Ulm). Die Sonderregelungen bei den SaisonarbeiterInnen im Gastronomiebereich sieht sie mit Sorge. Kritisiert wurden die Ausnahmeregelungen für Minderjährige, Auszubildende und viele PraktikanInnen sowie die teilweise langen Übergangsfristen auch von Christian Velsink (IG Metall Friedrichshafen). Selbstverständlich brauche auch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit beim Zoll ausreichend Personal, um ihrer Kontrollaufgabe auch nachkommen zu können.
Am Ende der Veranstaltung, bei der sich auch das Publikum engagiert einbrachte, stand der gemeinsame Aufruf, alle Anspruchsberechtigten zu ermutigen, den Mindestlohn beim Arbeitgeber einzufordern. Für erste Informationen und Fragen steht die Hotline des DGB noch bis Ende März zur Verfügung, mit Rat und Tat helfen auch die Einzelgewerkschaften ihren Mitgliedern.

Mindestlohn-Hotline: 0391 / 4088003

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