Deutscher Gewerkschaftsbund

13.04.2016

Kundgebung gegen Lohndumping

Tausende demonstrieren in München

Der Missbrauch von Werkverträgen und Leiharbeit nimmt in vielen Branchen immer mehr zu -  betroffen sind u.a. Automobilhersteller, Schlachthöfe, Bau, Einzelhandel, Krankenhäuser, Schulen, Verkehrsbetriebe. Damit Werkverträge und Leiharbeit nicht länger zum Lohndumping oder zur Arbeitsausbeutung missbraucht werden, sind wirksame gesetzliche Maßnahmen dringend erforderlich.

Am 9. April zeigten tausende Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, dass sie sich nicht spalten lassen, und forderten auf dem Münchener Odeonsplatz die CSU auf, den vorgelegten Gesetzentwurf nicht länger zu blockieren. Der DGB-Vorsitzende Rainer Hoffmann warnte davor, den Entwurf noch weiter zu verwässern, und verlangte u.a. ein klares Verbot des Einsatzes von Leiharbeiter_innen als Streikbrecher. Es gelte der Grundsatz "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" anstelle einer Zwei-Klassen-Gesellschaft bei den Beschäftigten. Betriebsräte und Betriebsrätinnen beschrieben eindrucksvoll, wie sich der systematische Einsatz von Werkverträgen und Leiharbeit z.B. in Krankenhäusern oder im Versandhandel auswirkt, und untermauerten die Forderungen.

Auch aus der Region Südwürttemberg fuhren zahlreiche Gewerkschafter_innen nach München und ließen sich vom grauen Himmel über München nicht die (kämpferische) Stimmung verderben.


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